Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen
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Symbolbild

Unzählige Male schlägt es ein Leben lang in unserer Brust: Das Herz. Es gilt als unser wichtigstes Organ und ist deshalb besonders schützenswert. Mit diesen Tipps bleibt das Herz gesund.

Etwa ein Drittel aller Todesfälle in Deutschland gehen auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurück, so eine Auswertung des Onlineportals statista. Dazu zählen unter anderem die koronare Herzkrankheit, der Herzinfarkt und der Schlaganfall. Einige Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind gut behandelbar, besonders, wenn sie früh erkannt werden. Zu den Risikofaktoren zählen Bluthochdruck, Arteriosklerose, und ein hoher Cholesterinspiegel, die mit Medikamenten in der Regel gut behandelbar sind. Auch Herzmuskelentzündungen, die meist nach Viruserkrankungen auftreten, können Mediziner gut behandeln. Unentdeckt können sie dagegen zum Tod führen.

Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Einige Menschen bringen bestimmte Risikofaktoren mit, die Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen können. Sie sollten sich vorsorglich regelmäßig vom Hausarzt oder vom Kardiologen untersuchen lassen.

  • Übergewicht
  • Bewegungsmangel
  • Ungesunde Ernährung
  • Rauchen und Alkoholkonsum
  • Dauerhafter Stress

Auch einige Erkrankungen können negative Auswirkungen auf das Herz haben:

  • Bluthochdruck
  • Diabetes
  • Erhöhter Cholesterinspiegel
  • Depressionen
  • Suchterkrankungen (Alkohol, Drogen)

Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen

Ein gesunder Lebensstil kann die Herzgesundheit in hohem Maß fördern. Dafür kann man täglich etwas tun:

Hören Sie mit dem Rauchen auf! Bereits nach 2-3 Wochen verbessern sich Kreislaufsituation und Lungenfunktion. Im Laufe der rauchfreien Jahre sinken die Risiken für Schlaganfall, Lungenkrebs und andere Krebserkrankungen. Nach 15 Jahren ist das Risiko für eine koronare Herzkrankheit gleich dem eines lebenslangen Nichtrauchers. In Ihrer Apotheke gibt es nikotinhaltige Sprays, Kaugummis, Lutschtabletten oder Pflaster, die die Nicotinentzugssymptome lindern und das Verlangen nach Nicotin verringern.
Es muss gar nicht der Hochleistungssport sein. Auch gemäßigte Bewegung stärkt die Muskeln, auch den Herzmuskel, und lässt sich einfach in den Alltag einbauen. So kann man einfach mal das Auto stehenlassen und manche Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen. Ebenso förderlich ist es, öfters einmal die Treppe statt dem Aufzug zu nehmen. Auch regelmäßige Spaziergänge oder Nordic Walking bringen den Körper und somit den Kreislauf in Schwung. Wer es etwas sportlicher mag, kann mit Ausdauertraining am besten etwas für seine Herzgesundheit tun. Dazu zählen beispielsweise Schwimmen, Radfahren oder Joggen.
Fett-, salz- und zuckerreiche Ernährung kann zu Ablagerungen in den Blutgefäßen führen, die die Gefäße unelastisch werden lassen und im schlimmsten Fall einen Herzinfarkt oder Schlaganfall auslösen können. Eine ausgewogene Ernährung enthält viel Obst und Gemüse, Nüsse und Hülsenfrüchte, mageres Fleisch und Fisch sowie pflanzliche Öle. Nur in geringen Mengen sollte man rotes Fleisch und Wurstwaren, Süßigkeiten, Fast Food und tierische Fette zu sich nehmen. Bewährt hat sich eine Ernährung, die sich an der mediterranen oder asiatischen Küche orientiert. Zwei bis drei Liter Wasser oder ungesüßter Tee sorgen für einen intakten Flüssigkeitshaushalt.
Früher nannte man Herzerkrankungen auch oft „Managerkrankheit“, da man dieser Berufsgruppe einen besonders stressigen Berufsalltag nachsagte. Und tatsächlich kann sich andauernder negativ empfundener Stress auf das Herz auswirken. Dazu gehören im Übrigen auch Trauer, Ängste und depressive Verstimmungen. Gezielte Entspannungsübungen wie Meditation, Yoga oder autogenes Training bringen den Körper – und somit das Herz – zur Ruhe. Wichtig ist auch ausreichender, erholsamer Schlaf. Zahlreiche Angebote gibt es über Sportvereine, Fitnessstudios und Volkshochschulen, aber auch online und mit Hilfe von Apps.
Magnesium reguliert in allen Muskelzellen die Reizweiterleitung der Nervenzellen, sorgt für Entspannung und löst Verkrampfungen. Bei einem Mangel sind die Herzzellen schneller erregbar, was zu unregelmäßigem Herzschlag führen kann. Empfohlen wir eine tägliche Dosis von 300 mg – 350 mg, was Sie in Form von Tabletten, Direktgranulat oder Brausetabletten bei uns in der Apotheke bekommen. Omega-3-Fettsäuren wirken entzündungshemmend, Antioxidantien wie Resveratrol oder Vitamin E schützen die Blutgefäße.
Bei körperlicher oder geistiger Arbeite brauchen die Zellen des Herz-Kreislauf-Systems mehr Sauerstoff und Energie. Weißdorn hält die Gefäße elastischer und stärkt die Pumpkraft des Herzens, so dass das Herz und der Körper besser mit Sauerstoff versorgt werden. Einem hochdosierten Weißdorn-Spezialextrakt erhalten Sie in der Apotheke in Form von Tabletten oder Tropfen.
Ab dem 35. Lebensjahr übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen alle drei Jahre einen Check-up beim Hausarzt. Dabei werden auch die Blutwerte (Cholesterin und Blutzuckerwerte sind in diesem Zusammenhang wichtig und der Blutdruck überprüft. So kommen einige Risikofaktoren schon frühzeitig ans Tageslicht. Wer bereits unter bekannten Vorerkrankungen oder gar Symptomen leidet, sollte sich von einem Kardiologen untersuchen lassen. Er kann durch Ultraschall, EKG und Langzeit-EKG überprüfen, ob und in welchem Umfang das Herz angegriffen ist.

Notfall Herzinfarkt

Rund 300.000 Menschen pro Jahr erleiden in Deutschland einen Herzinfarkt, so das Deutsche Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK). Allerdings hat sich, durch gute Früherkennung und Vorsorge, die Zahl seit 1980 halbiert.

Bei einem Herzinfarkt wird der Herzmuskel nicht mehr ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgt. Je länger die Unterversorgung andauert, desto höher ist das Risiko, dass ein Teil des Herzmuskelgewebes abstirbt.

Daher gilt: Bei Verdacht auf Herzinfarkt sollte umgehend der Notarzt unter der Telefonnummer 112 verständigt werden. Typische Anzeichen eines Herzinfarktes sind plötzlich einsetzende, länger als fünf Minuten anhaltende, starke Schmerzen oder ein Druckgefühl hinter dem Brustbein, die in den linken Arm, seltener in beide Arme oder in den rechten Arm, in den Hals oder Kiefer ausstrahlen können. Häufige Begleiterscheinungen sind zudem Unruhe und Angst, kalter Schweiß, Blässe, Übelkeit, evtl. Atemnot.

Im Krankenhaus erfolgt direkt nach der Diagnose eines Herzinfarktes eine Operation, in der die Ärzte die Gefäße mit einem Katheter weiten und einen oder mehrere Stents setzen. Dabei handelt es sich um eine Art Stütze für die Gefäße, damit sie sich nicht erneut verengen oder verschließen können. Hin und wieder wird noch vor der Operation versucht, die Blutgerinnsel medikamentös aufzulösen.

Wer einmal einen Herzinfarkt erlitten hat, gilt als Risikopatient und muss fortan besonders engmaschig sein Herz kardiologisch kontrollieren lassen.

Herzinfarkt bei Frauen

Schmerzen in der Brust und im linken Arm – diese klassischen Symptome eines Herzinfarkts kennen die meisten. Was viele nicht wissen: Während sie bei der Mehrheit der männlichen Patienten tatsächlich auftreten, kann sich ein Herzinfarkt bei Frauen auf ganz andere Arten bemerkbar machen, wobei die Symptome unklarer zu deuten sind. Beispielsweise durch diese plötzlich einsetzenden Beschwerden:

  • Atemnot
  • Engegefühl in der Brust
  • Rückenschmerzen
  • Bauchschmerzen
  • Starke Erschöpfung
  • Übelkeit und Erbrechen

Frauen sind zwar seltener und überwiegend erst in einem höheren Lebensalter als Männer von Herzinfarkten betroffen. Allerdings steigt die Gefahr nach den Wechseljahren an. Aufgrund der häufig unspezifischen Symptome vergeht deutlich mehr Zeit, bis diese erkannt werden. Im Zweifelsfall sollte also lieber ein Arzt aufgesucht oder der Notruf informiert werden.

Weitere Tipps für Ihre Herzgesundheit finden Sie bei der Deutschen Herzstiftung.

Blutwerte prüfen

Einige Nahrungsergänzungsmittel können in einer ausgewogenen Kombination zur Herzgesundheit beitragen. Vor der Einnahme sollte aber immer der individuelle Gesundheitszustand, eventuelle Vorerkrankungen und der Lebensstil betrachtet werden. Lassen Sie erst Ihre Blutwerte überprüfen und kommen Sie damit zu uns. Ihre Apotheke berät Sie gerne dazu!

Michael Glock,

Ihr Apotheker
Ihr Apotheker Michael Glock

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